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Nur ein paar Klicks und der Online-Einkauf ist erledigt, bezahlt wird später. Möglich macht dies das Finanzierungsmodell “Buy now, pay later” (kurz BNPL), das Verbrauchern erlaubt, Waren sofort zu erwerben und die Kosten in mehreren Raten zu begleichen. Immer mehr Onlineshops bieten diese Zahlungsoption an, da sie den Umsatz steigert und Kaufabbrüche reduziert. Gleichzeitig solltest du die damit verbundenen Risiken nicht unterschätzen, denn schnell geht der Überblick über die eigenen Finanzen verloren. Im Folgenden erfährst du, wie die Bezahlmethode funktioniert und welche Vor- und Nachteile sie mit sich bringt.
Buy now, pay later bedeutet so viel wie “Jetzt kaufen, später bezahlen“. Dahinter steckt eine kreditbasierte Zahlungsmethode, die es Verbrauchern ermöglicht, Einkäufe sofort zu tätigen, die Bezahlung aber auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Die Bestellung kann direkt online oder im Geschäft abgeschlossen werden. Der Betrag lässt sich in überschaubaren Raten oder zu einem späteren Zeitpunkt begleichen.
In der Regel wird Buy now, pay later von spezialisierten Zahlungsdienstleistern angeboten, die mit den Onlineshops zusammenarbeiten, in denen die Einkäufe getätigt werden. Die Abwicklung der Zahlung erfolgt meist über einen Dritten und nicht direkt über den Verkäufer. Bekannte Namen in Deutschland sind unter anderem Riverty und PayPal.
Buy now, pay later (BNPL) bietet Verbrauchern flexible Zahlungsmöglichkeiten, die je nach Zahlungsanbieter leicht variieren können. Die gängigsten Varianten sind Ratenkauf, Rechnungskauf und Lastschriftverfahren:
Vor allem bei höherpreisigen Waren gibt es Angebote, die wie ein kleiner Ratenkredit funktionieren und den Kauf somit finanzierbar machen. Händler arbeiten dabei meist mit Banken zusammen, manche haben sogar eigene Bankgesellschaften im Konzern. Ein direkter Vergleich verschiedener Kreditkonditionen vor dem Kauf ist selten möglich, und die Zinsen können je nach Anbieter stark variieren.
Bei manchen Anbietern von BNPL besteht die Möglichkeit, die Ratenzahlung vorübergehend zu pausieren. Entscheidend ist, dass du dich in diesem Fall sofort mit dem Zahlungsanbieter in Verbindung setzt, um gemeinsam eine Lösung zu finden.
Je nach Zahlungspartner lässt sich die Rückzahlung einfach verschieben, in anderen Fällen fallen zusätzliche Gebühren oder Zinsen an. Wenn du Zahlungsfristen nicht einhältst, riskierst du negative Einträge bei der SCHUFA, was sich auf die eigene Bonität auswirken kann.
Ebenso können Mahngebühren und Verzugszinsen die Kosten der BNPL-Transaktion deutlich erhöhen. Der Jahreszinssatz bei verspäteten Zahlungen kann sehr hoch sein, sodass eine nicht rechtzeitige Rückzahlung die finanzielle Belastung erheblich steigert.
Das Finanzierungsmodell BNPL bietet mehrere Vorteile, die es für viele Käufer attraktiv machen.
BNPL erlaubt es, Waren direkt zu bestellen und zu nutzen, ohne dass der gesamte Betrag sofort fällig wird. Das lohnt sich vor allem bei höherpreisigen Anschaffungen wie Waschmaschinen, Fernsehern oder Laptops. Aber auch kleinere Alltagsartikel lassen sich inzwischen über BNPL finanzieren, sodass Zahlungen bequem über mehrere Wochen oder Monate verteilt werden können.
Ein weiterer Vorteil ist die vereinfachte Bonitätsprüfung der Anbieter. Bei kleineren Beträgen unter 200 € oder bei Rückzahlungen innerhalb von drei Monaten wird diese Prüfung häufig weggelassen. Dadurch erhalten selbst Käufer, die bei klassischen Kreditangeboten abgelehnt würden, eine Genehmigung für BNPL.
Einige Zahlungsanbieter bieten die Finanzierung zinsfrei an, was das Modell für Verbraucher attraktiv macht.
BNPL ermöglicht es Verbrauchern, Produkte zunächst zu nutzen oder auszuprobieren, bevor die Zahlung fällig wird. Gerade beim Online-Shopping ist das von Vorteil, da Käufer die Ware vor dem endgültigen Kauf prüfen können.
So praktisch Buy now, pay later auch ist, solltest du dir der möglichen Risiken bewusst sein. Vor allem für jüngere Menschen birgt diese Methode eine Verschuldungsgefahr. Auch die Verbraucherzentrale bewertet BNPL kritisch, da die einfache Verfügbarkeit von Zahlungen schnell zu finanzieller Überlastung führt. Laut der SCHUFA Jugend-Finanzmonitor 2023 nutzten rund 44 Prozent der 16- bis 25-Jährigen sogenannte “Sofort-Kaufen-Produkte“ und zahlten die Ware erst nachträglich.
Bei kleineren Beträgen oder kurzen Rückzahlungsfristen verzichten Anbieter häufig auf eine ausführliche Bonitätsprüfung. Das kann einerseits ein Vorteil sein, bedeutet aber auch, dass die Verantwortung zur Einschätzung der eigenen Zahlungsfähigkeit vollständig beim Käufer liegt. Falls du BNPL also aufgrund knapper finanzieller Mittel nutzt, solltest du dir im Voraus genau überlegen, ob die Raten oder Rechnungen realistisch beglichen werden können.
Auch wenn Buy now, pay later auf den ersten Blick unkompliziert wirkt, handelt es sich bei dem Ratenzahlungsmodell um eine Kreditfinanzierung. Mit jedem Kauf gehst du eine finanzielle Verpflichtung ein, die vollständig zurückgezahlt werden muss. BNPL ist kein kostenloser Zahlungsaufschub, sondern eine Form von Schuldenaufnahme.
Hier einige Tipps, worauf du vor dem Kauf achten solltest:
Bevor du BNPL nutzt, solltest du dir einen Überblick über deine finanziellen Möglichkeiten verschaffen. Dazu gehören dein aktueller Kontostand, monatliche Fixkosten sowie regelmäßige Ausgaben. Nur so lässt sich einschätzen, welcher Betrag tatsächlich für Einkäufe zur Verfügung steht, ohne das eigene Budget zu überlasten.
Niedrige Monatsraten können täuschen. Entscheidend ist der Gesamtbetrag, den du am Ende zahlst. Also der Warenpreis zuzüglich möglicher Zinsen und Gebühren. Prüfe daher regelmäßig alle deine offenen Raten, auch aus anderen Finanzierungen. Viele kleine Beträge können sich schnell zu einer hohen Gesamtschuld summieren.
Vor der Nutzung von BNPL lohnt es sich, zu prüfen, ob Zinsen oder Gebühren anfallen. In manchen Fällen bietet der Onlineshop alternative Zahlungsmethoden an, die günstiger oder sogar kostenlos sind.
Wenn du dich für eine BNPL-Finanzierung entscheidest, solltest du diese mit anderen Kreditangeboten vergleichen. In erster Linie geben der effektive Jahreszins und die Laufzeit Aufschluss über die tatsächlichen Kosten. Klassische Konsumentenkredite von Banken sind oft günstiger als die in Onlineshops angebotenen Zahlungsmodelle.
Wenn du dich für eine Kreditkarte entscheidest, willst du vor allem eines: Sicherheit, Flexibilität und volle Kostenkontrolle. Genau das bietet dir die GenialCard der Hanseatic Bank. Sie kommt ohne Jahresgebühr aus und stellt dir von Beginn an einen Kreditrahmen von bis zu 4.000 € zur Verfügung. Das ist optimal, wenn du größere Anschaffungen flexibel planen willst, ohne dich langfristig festzulegen.
Ein klarer Vorteil ist die flexible Rückzahlung: Mit der GenialCard bestimmst du selbst, wie viel du monatlich zurückzahlst. Die voreingestellte Rückzahlungsrate liegt bei 3 % des Gesamtbetrags oder mindestens 20 € im Monat. Du hast jederzeit die Möglichkeit, die Rate über die Hanseatic Bank Mobile App oder im Online Banking anzupassen.
Auch auf Reisen bietet die GenialCard Pluspunkte: Du kannst weltweit gebührenfrei bezahlen und Bargeld abheben. So bleibst du flexibel, ohne dir Gedanken über zusätzliche Kosten machen zu müssen.
Buy now, pay later macht Einkaufen heute einfacher denn je: Du kannst dir Wünsche sofort erfüllen und die Zahlung bequem auf später verschieben. Gerade beim Online-Shopping sorgt BNPL für mehr Flexibilität und ein entspanntes Gefühl beim Bezahlen.
Dennoch sollte dir bewusst sein: Die Möglichkeit, sofort zu kaufen, verleitet schnell dazu, mehr als eigentlich geplant auszugeben. Wenn mehrere Raten gleichzeitig laufen oder Zahlungsfristen in Vergessenheit geraten, kann das deine Finanzen unnötig belasten. Behalte also deine Ausgaben im Blick, plane die Rückzahlung realistisch ein und zahle pünktlich.